5 Mythen zum Thema Mundhygiene

Es gibt viele Mythen, wenn man über Zähne putzen oder Mundhygiene redet. Manche können dazu führen, dass man, ohne es zu wissen seine Zähne schädigt oder Krankheiten ignoriert. Ein Grund für die Vielzahl dieser Mythen könnte der leidliche Gang zum Zahnarzt sein. Wir haben hier einmal fünf Irrtümern auf den Zahn gefühlt.

Mythos 1: Mundgeruch entsteht, wenn man zu wenig Zähne putzt

Auch wenn mangelnde Zahnhygiene ein Grund für Mundgeruch sein kann, muss dies nicht unbedingt der Fall sein. Mundgeruch kann auch trotz guter Zahnhygiene auftreten. Auch regelmäßiges Zähneputzen schützt nicht zwangsläufig vor Mundgeruch. Die besten Tipps für einen besseren Atem neben Zähneputzen sind: Viel trinken, frisches Obst oder Gemüse essen (Äpfel helfen besonders gut) und die Zunge mit Zungenschabern  reinigen. Sollte all dies nichts nützen, sollte man zum Zahnarzt gehen. Denn letztlich kann Mundgeruch auch Folge von Erkrankungen eines Zahns, des Mundraums oder auch der Speiseröhre sein.

Mythos 2: Zahnpflegekaugummis sind genau so effektiv wie Zähne putzen

Zahnkaugummis werben häufig damit, dass sie der optimale Ersatz sind, wenn mal keine Zahnbürste zur Hand ist. Doch Zahnpflegekaugummis können Zähneputzen nicht ersetzen. Auch wenn diese Kaugummis meist mehrere Stoffe enthalten, die gut für Zähne sind, putzen sie diese nicht ausreichend, um eine Zahnbürste zu verdrängen. Mehr zu Zahnpflegekaugummis erfahrt ihr hier.

Mythos 3: Das Fluorid im Trinkwasser schützt bereits ausreichend vor Karies

In manchen Teilen der Welt wird das Trinkwasser mit Fluorid versetzt. Der Grund für diese Praktik ist Kariesprävention. Laut der Theorie soll das Fluorid im Wasser denselben Effekt haben wie fluoridierte Zahnpasta. Dies ist jedoch sehr umstritten. Die USA hatten, nachdem bei Experimenten in den 1940ern eine leichte Senkung der Kariesfälle bei Kindern beobachtet wurden,  ihr Trinkwasser mit Fluorid versetzt. Die Kontroverse, ob Fluorid in Trinkwasser effektiv gegen Karies vorbeugt, ist jedoch nicht der einzige Grund warum Deutschland von der Maßnahme absah. In Deutschland verstößt eine solche Fluoridierung gegen Trinkwassernormen. Zudem stieß der Vorschlag auf Ablehnung, da Kritiker darin eine Zwangsmedikation der Bevölkerung sahen.

Mythos 4: Schiefe Zähne und Zahnfehlstellungen sind nur ein kosmetisches Problem

Dieser Mythos ist wahrscheinlich der hartnäckigste. Wahrscheinlich war auch hier wie beim Kaugummi der Wunsch Vater des Gedankens. Da diese Art von Behandlungen oft mit Aufwand und Kosten verbunden werden, verharmlost man die Folgen von schiefen Zähnen schnell. Doch schiefe Zähne begünstigen Krankheiten aller Art, von Paradontitis bis Karies. Da die Zähne in diesem Fall keine glatte Fläche bilden, haben Essensreste und Bakterien mehr Zahnoberfläche und können einfacher in die Zahnzwischenräume gelangen. Eine Zahnbegradigung kann Zahnkrankheiten, Kiefergelenksbeschwerden bis hin zu Problemen des Muskelapperates vorbeugen.

Mythos 5: Nur Zahnspangen ermöglichen eine nachhaltige und qualitativ hochwertige Zahnbegradigung

Für viele ist die Zahnspange der Grund warum sie sich gegen eine Zahnbegradigung entscheiden. Das Stigma der Zahnspange im Alltag  ist, gerade für Berufstreibende, ein Deal Breaker. Zahnspangen gelten als einzige wirklich professionelle und nachhaltige Lösung für Zahnfehlstellungen. Doch das ist meist nicht der Fall. Denn obwohl man gute Ergebnisse mit Zahnspangen erzielen kann, sind damit regelmäßige Besuche beim Kieferorthopäden und somit auch meist hohe Kosten verbunden. Für schwere Zahnfehlstellungen ist das bis heute auch der Rat der Experten. Leichte bis mittlere Zahnfehlstellungen, und damit der Größteil aller Fälle, kann man jedoch auch mit Zahnschienen korrigieren. Diese sind weitaus günstiger und entgegen den Vorurteilen erzielen diese bei den meisten Fällen qualitativ identische Resultate. Die Nachhaltigkeit der Resultate liegt dann letztendlich bei dem Patienten und dessen Gewissenhaftigkeit mit dem Retainer. Wie genau eine Zahnschienenbehandlung abläuft könnt ihr hier erfahren.

Wenn man all diese Mythen liest, wird eines schnell klar: Beim Thema Zahnhygiene ist es wichtig sich zu informieren, bevor man sich auf die vorherrschende Meinung oder auf etwas, was man selbst einmal gehört hat, verlässt.

Kennt ihr noch weitere Mythen, denen wir mal auf den Zahn fühlen sollten? Dann schreibt uns einfach eine kurze Email!